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Laura Buchmann
 
 

Medienkompetenzen

9.1.09 19:49, kommentieren

Folgen der Einführung des EQRs

negative Folgen:

  • eine Schwächung von auf das Ziel beruflicher Handlungsfähigkeit bezogenen Bildungswegen und Bildungsgängen durch eine vereinseitigte outcome-Orientierung;
  • eine organisatorische und institutionelle Aufsplitterung von Bildungs- und Ausbildungswegen durch eine Modularisierung von Ausbildung;
  • eine dementsprechende Fragmentierung bzw. Aushöhlung von Berufsqualifikationen, die durch Flexibilitäts- und Kosteninteressen von Unternehmen befördert wird;
  • eine Schwächung öffentlicher Regelungen, gesellschaftlicher Normierungen und gesellschaftlicher Beteiligung zugunsten von marktgesteuerten Bildungs- und Zertifizierungsorganisationen;
  • eine weitere Ausdifferenzierung und Verfestigung betrieblicher (und möglicherweise auch gesellschaftlicher) Abstufungen im Sinne von entlohnungsrelevanten Hierarchie-Ebenen durch eine Aufblähung von "Niveaustufen";
  • eine Erosion von Beruf und Beruflichkeit als gesellschaftliche Institution mit gravierenden betrieblichen (z.B. Arbeitsorganisation, Entlohnung) und gesellschaftlichen (z.B. Arbeitsmarkt und Arbeitsverhalten) Folgen.

positive Folgen:

  • die Erleichterung von Bildungs- und Arbeitsmarktmobilität durch Transparenz der Bildungsinhalte und Abschlüsse;
  • die größere Durchlässigkeit zwischen den nationalen Bildungssystemen durch eine einheitliche Währung von Leistungspunkten;
  • die größere Durchlässigkeit innerhalb der nationalen Bildungssysteme, zwischen allgemeinbildenden, beruflichen und hochschulischen Bildungsbereichen;
  • Förderung des Zugangs zu Bildung durch Modularisierung und Anerkennung von Teilqualifikationen;
  • Förderung lebenslangen Lernens durch Einbeziehung informellen Lernens.
  • Dies alles wird nur zu haben sein, wenn Bildungsinhalte und Bildungsgänge sowie die gesamte Bildungsarchitektur umgebaut und erneuert werden. Gewerkschaftliche Reformvorstellungen könnten dazu ein guter Wegweiser sein (IG Metall/ver.di 2006).

Quelle:

http://www.denk-doch-mal.de/

 

 

1 Kommentar 9.1.09 20:15, kommentieren

Kindererziehung ist ein Beruf,

in dem man verstehen muss Zeit zu verlieren um Zeit zu gewinnen.

 

 

 

 



 

1 Kommentar 9.1.09 19:38, kommentieren